Klimaschutz ernst gemeint – Deshalb sind wir klimaneutral

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Seit einigen Monaten können wir uns mit Stolz als klimaneutrales Unternehmen bezeichnen.

Unsere Klimaneutralität ist ein aufregender Meilenstein für Mitte, vor allem weil sie mit dem Versprechen einhergeht, das wir in unserem Manifest abgegeben haben.

Dieser Schritt ist nur der erste vielen auf unserem Weg, unseren Planeten zu schützen. Vor diesem Hintergrund denken wir, dass es besonders wichtig ist, klimaneutral zu handeln, da es nicht nur unsere aktuellen Auswirkungen reduziert, sondern auch die Aufmerksamkeit auf eben diese Auswirkungen lenkt. Letztendlich hilft es uns, Verantwortung zu übernehmen und ein Bewusstsein zu entwickeln, wie wir in Zukunft noch besser werden können.

Unser Weg zur Klimaneutralität 

Einfach ausgedrückt bedeutet Klimaneutralität die Reduktion von vermeidbaren Kohlenstoffemissionen und den Ausgleich von unvermeidbaren Emissionen – zum Beispiel durch das Pflanzen von Bäumen – die diese Emissionen kompensieren.

Dahinter steht die Theorie, dass sich Treibhausgase gleichmäßig in der Atmosphäre verteilen und die Treibhausgaskonzentration daher weltweit in etwa gleich hoch ist. Wenn also Emissionen lokal nicht vermieden werden können, lassen sich diese für die globale Treibhausgaskonzentration und den Treibhauseffekt rechnerisch durch Klimaschutzmaßnahmen an einem anderen Ort ausgleichen. Diese Art des Ausgleichs ist durch Klimaschutzprojekte möglich – eine Lösung, die wir gewählt haben.

Um die Emission zu messen, die von einem Unternehmen wie dem unseren verursachten werden, mussten wir zunächst unsere CO₂-Bilanz berechnen. Für uns ist das ein wichtiger erster Schritt, um eine Klimaschutzstrategie zu entwickeln. Damit können wir Einsparpotenziale identifizieren, geeignete Maßnahmen entwickeln und unsere eigenen Klimaschutzziele definieren – für jetzt und für die Zukunft.

ClimatePartner x Mitte

Wie die Mitarbeiter von Ecosia zu Recht anmerken, funktioniert der CO₂-Ausgleich nicht immer. Er kann als Mittel zum Greenwashing eingesetzt werden, bei dem Unternehmen mit ihren Umweltschutzbemühungen in die Irre führen: Sie finden den billigsten Weg, um ihre CO₂-Bilanz auszugleichen, ohne jedoch ernstgemeinte Versuche zu unternehmen ihren CO₂-Ausstoss – und damit ihren negativen Einfluss auf das Klima – zu reduzieren. Oder schlimmer noch, sie nutzen Kompensationsprojekte als Allheilmittel, um mehr Emissionen zu erzeugen.

Billige Emissionszertifikate sind ebenfalls problematisch. Die von ihnen finanzierten Ausgleichsprojekte erfüllen möglicherweise nicht die Anforderungen der EU-Klimagesetze und können daher bestenfalls schlecht geplant und wirkungslos oder schlimmstenfalls fatal in ihren Auswirkungen auf die Umwelt sein.

Für uns war klar, dass wir alle unvermeidbaren Emissionen, die wir verursachen, effektiv ausgleichen wollen. Deshalb machten wir uns auf die Suche, nach einem glaubwürdigen Anbieter von Klimaschutzlösungen für Unternehmen. An dieser Stelle begann unsere Zusammenarbeit mit ClimatePartner.

ClimatePartner gewährleistet ein Niveau von Kompensationsprojekten, die nach dem Gold Standard akkreditiert sind. Das bedeutet, dass es sich um Projekte handelt, die gut geplant und tatsächlich wirksam sind. Sie werden jährlich von unabhängigen Dritten wie dem TÜV oder SGS geprüft und leisten einen wichtigen Beitrag, um die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erreichen.

Basierend auf den Standards, die im Greenhouse Gas Protocol Corporate Accounting and Reporting Standard (GHG Protocol) definierten sind, haben wir mit Hilfe von ClimatePartner die CO₂-Bilanz von Mitte ab 2019 berechnet.

Unsere Emissionen

Den Berechnungen zufolge hat unser Unternehmen im Jahr 2019 durch Aktivitäten wie Geschäftsreisen, das Heizen von Büroräumen sowie unseren Stromverbrauch insgesamt 107,8 Tonnen CO₂ verursacht hat.

Die Daten für die Berechnung haben wir sorgfältig zusammengetragen – von der Stromrechnung bis hin zu den Arbeitswegen der Mitte-Mitarbeiter*innen.

Flüge, Heizung und Elektrizität schnitten am schlechtesten ab, gefolgt vom Arbeitsweg der Mitarbeiter.

Ausgleichsprojekte

Nachdem klar war, wie hoch unsere Emissionen sind, haben wir uns für zwei großartige Projekte entschieden, die die ganz besonders gut zu Mitte passen: Ein Programm, das sich für sauberes Trinkwasser einsetzt, und eines, das sich dafür einsetzt, dass die Ozeane von Plastikmüll befreit werden.

Sauberes Trinkwasser

Das erste Projekt, für das wir uns entschieden haben, befindet sich in Odisha, Indien. Es wurde ins Leben gerufen, da nur 32 % der Haushalte in Indien Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Die Familien müssen ihr Trinkwasser daher oft über offenem Feuer abkochen, was zu CO₂-Emissionen bei der Verbrennung und zur Abholzung der Wälder führt.

Wasseraufbereitung, Odisha, Indien

Dieses Projekt organisiert daher die chemische (z.B. mit Chlor) oder mechanische (durch Filter) Reinigung des Wassers, um diese Emissionen zu vermeiden.

Wasseraufbereitung, Odisha, Indien
Quelle: ClimatePartner
Saubere Meere

Das zweite Projekt, das wir ausgewählt haben, bietet eine grundlegende Lösung zur Bekämpfung von Plastik in den Ozeanen.

Clean Oceans, ein Projekt, das derzeit in Haiti, Indonesien und auf den Philippinen läuft, ermöglicht es den Einheimischen, die Ozeane von Plastik zu befreien und den Plastikmüll zu ihrer örtlichen Plastic Bank-Filiale zu bringen. Dort können sie das Plastik dann gegen frische Lebensmittel, Geld, sauberes Wasser, Handyservice, Speiseöl oder sogar Schulgeld für ihre Kinder eintauschen.

Clean Oceans Plastikmüll, Philippinen

Die Sammelstellen erhalten außerdem eine Prämie sowie den Marktwert ihrer Kunststoffabfälle. Dieser Kunststoffabfall wird dann recycelt und zu Social Plastic verarbeitet – Material, das von Herstellern und Unternehmen gekauft werden kann, wodurch sich der Zyklus des Kunststoffabfalls schließt und eine Kreislaufwirtschaft entsteht.

Dieses Vorhaben ist ein zweiteiliges Projekt: Es unterstützt die Plastikbank dabei, dem riesigen Umweltproblem durch Plastikmüll entgegenzutreten. Da es aber keine zertifizierten Emissionsminderungen durch das Sammeln von Plastikmüll gibt, verbindet ClimatePartner auch dieses Projekt mit einem anderen internationalen, zertifizierten Projekt – wie zum Beispiel ihrem Windpark auf den Philippinen oder ihrem Windkraftprojekt in Vader Piet, Aruba. Mit jeder Tonne CO₂ kompensiert ClimatePartner 10 kg Plastikmüll und gewährleistet so einen Emissionsausgleich.

Better Than Before – Es gilt jetzt unser Firmenmotto umzusetzen

Der Emissionsausgleich ist unsere erste Maßnahme zusammen mit der bereits erwähnten Identifizierung von Reduktionspotenzialen für die Zukunft. Sowohl unser bevorstehender Büroumzug, bei dem wir uns für einen Energieversorger entscheiden werden, der zu 100 % auf erneuerbare Energien setzt, als auch ein nachhaltiger Verhaltenskodex, an dem wir mit unseren Auftragsfertigern arbeiten, können dazu beitragen, dass dies gelingt. 

Wir wissen, dass Kohlenstoffneutralität die Grundvoraussetzung für unvermeidbare Emissionen sein sollte und sind stolz darauf, dass dies unsere erste Etappe auf dem Weg zu einem wirklich kohlenstoffneutralen Unternehmen in allen Bereichen darstellt, während wir weiter wachsen und expandieren.

By Lauren — Okt 27, 2020
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